Montag, 29. Juni 2015

Time('s) Out

Manchmal, ja da kommt es tatsächlich vor, dass sich meine Gedanken um alles andere, als um Nagellack, Lippenstifte und Eyeliner kreisen. Und damit mir von dem vielen Kreisen im Kopfe nicht all zu schwindlig wird, dachte ich mir, kann es ja nicht schaden, meine Gedanken ab und an mal mit euch zu teilen. Vielleicht lässt sich so ja die eine oder andere "Leidensgenossin" ausfindig machen. Deswegen heute mal etwas anderes . . . 


 Als Studentin hatte ich nicht mal im geringsten eine Ahnung davon, was es bedeutet, zu wenig Zeit für sich und alles andere, was einem so im Kopf herumspukt, zu haben. Das hat sich in den letzen 4 Monaten völlig geändert. Ich habe mein erstes längeres Praktikum begonnen und arbeite nun zum allerersten Mal für eine längere Zeitdauer zu 100%. Für andere Leute völlig normal und nichts besonderes. Für Menschen wie mich, die von ihrem  Studentenleben komplett verwöhnt und verweichlicht wurden, kommt es eher einer angemessenen Ohrfeige links und rechts nahe! Ich merke nun, wieviel es braucht, neben der Arbeit noch genug Zeit für das bisschen Glitzer im Leben aufzubringen: Freund, Freunde, Familie, Blog, Zeit für mich selbst, Shoppen etc. Die Liste ist lang, der Tag offenbar nicht.

Nach jedem weiteren Tag, den ich hinter mich bringe, fühle ich mich, als hätte ich einen Orden mit vielen bunten Edelsteinen darauf verdient, dabei wissen wir nun alle, dass dies wohl jedem anderen eher zustehen würde, als mir, zumal ich nicht mal körperliche Arbeit zu verrichten brauche. Naja, das heldenhafte Gefühl bleibt . . .

Auch den Reiz des Online-Shoppings habe ich erst seit Kurzem für mich entdeckt. Früher fand ich das irgendwie gar nicht nachvollziehbar, sich etwas online zu bestellen, was man sich genau so gut in einem realen Kauf-Rausch nach Hause holen konnte. Heute denke ich da etwas anders: Warum Zeit verschenken, wenn man sie auch sparen kann? Hach ja sparen, das tue ich auch ganz fleissig, nur eher unfreiwillig, da ich kaum zum (Online-)Shoppen komme. Aber ich will mich da auch nicht beklagen, es könnte schlimmere Nebenwirkungen geben.

Oftmals vergesse ich meinen Freunden auf ihre Nachrichten zu antworten, weil ich während der Arbeit denke, ja klar, mach ich später und dann, wenn ich zu Hause angekommen bin, hab ich nur noch Augen für eines: meinen heiss und innig geliebten PC-Bildschirm. Nein die 8,5 Stunden mit dir bei der Arbeit sind mir nicht genug. Also verliere ich mich nach dem Heimkommen erneut in dir und arbeite die alten Staffeln "Charmed" auf. Folge um Folge.

Auch fürs Aufräumen in meinem Zimmer ist keine Zeit mehr; mittlerweile trifft der Spruch "sieht aus als hätte eine Bombe hier eingeschlagen" nicht einmal mehr annähernd zu. Den Boden sieht man vielleicht noch mit ein bisschen Glück, schlimmer hat es jedoch meinen Schreibtisch getroffen. Der liegt nämlich unter einer Tonne Schminksachen, Zeitschriften und Klamotten begraben. Ich freue mich nur, dass er noch nicht unter dem Gewicht zusammengekracht ist. Aber wenn man in Eile ist, kann man gar nicht alles wieder zurück an seinen Platz stellen. Und wenn man jeden Tag mindestens zweimal in Eile war, dann hat alles einen neuen Platz gefunden, wenn auch im Chaos!

Aber ein vollgepackter Terminplan kann nicht nur stressig sein, stelle ich fest. Im Gegenteil: er verschafft einem (gegen jede Erwartung) am Ende von jedem einzelnen Tag das wohlige Gefühl, den Tag voll und ganz genutzt zu haben! :)


* Uhr von Daniel Wellington | 15% Rabattcode "DW_lovecandy" gültig bis15. Juli 2016 *
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