Donnerstag, 21. Juli 2016

Ich habe einen Entschluss gefasst.. | FIT FRIDAY Vol. 1


Eigentlich hätte dieser Post schon letzten Freitag raus sollen. Aber irgendwie fand ich es nicht richtig, diese wunderschönen Bilder von Nizza anlässlich der jüngsten Geschehnisse mit einem vergleichsweise so belanglosen Thema in Verbindung zu bringen. Deshalb kommt dieser Beitrag mit etwas Verspätung heute online. Lasst uns dazu doch gleich mal zum Anfang ein kleines Rate-Spiel spielen. Es heisst "Finde den Fehler". Schaut euch doch mal die zwei untenstehenden Bilder an. Zuerst das Linke, dann das Rechte. Na seht ihr ihn? Nein? Dann schaut doch mal genauer hin! Was stimmt auf dem rechten Bild nicht?

Ich gebe zu, dieses "Detail" ist mir selbst erst viel später aufgefallen, als ich die Aufnahmen, die meine liebe Cousine von mir auf Nizza gemacht hat, aussortieren wollte. Auflösung: Schaut euch bitte mal meine Bauchregion an. Auf der dem linken Foto sieht man von meinem Bäuchlein nichts, denn meine Haare verdecken so ziemlich alles, was ich nicht zeigen möchte. Als ich aber das zweite Foto entdeckt habe, musste ich leer schlucken.Ich habe das Wort Fehler bewusst in Anführungs- & Schlusszeichen gepackt, weil es sich hierbei natürlich um nichts "generell falsches" in dem Sinn handelt. Lediglich etwas, das "falsch" für mich und mein Wohlbefinden ist.


Wie ihr merkt, ist es gar nicht so schwer, Offensichtliches auf Social Media zu kaschieren. Bei mir waren es die Haare, die mir dabei geholfen haben. Jemand anderes tanzt vielleicht lieber einen wilden Tango mit Photoshop. Was ich damit sagen möchte: nichts ist, wie es scheint. Insbesondere nicht im Internet. Wer sich meine Produkt-Fotos anschaut, kann nicht erahnen, was für ein Chaos sich neben dem Bildausschnitt befindet. Wer meine Make-up Bilder sieht, weiss nicht, dass das ein einziges aus einem Pool von 150 Bildern ist. Denn die restlichen 149 waren alles andere als vorzeigbar. Und auch ich habe ein leises Stimmchen in mir, dass mich davor warnt, zu viel von mir preiszugeben. Denn wenn ich eines nicht will, dann ist es Angriffsfläche bieten.

Vorweg: Dieser Post ist kein Weg, um mein "Ich-bin-ja-so-arm-dran-mit-meiner-Figur"- Geheule loszuwerden. Nein, ich möchte mir die heutigen Zeilen von der Seele schreiben, weil ich sehr wohl weiss, dass ich für vieles, das in meinem Leben nicht optimal läuft, selbst verantwortlich bin. Und in diesem spezifischen Fall bin ich es auf jeden Fall. Denn ich weiss, dass ich in den letzten 2,5 Jahren nicht immer die besten Entscheidungen für mich und meinen Körper getroffen habe. Ich nahm bei einer Körpergrösse von 1,50 m 10kg zu und landete bei meinem heutigen Gewicht von 58kg. Nicht unbedingt toll, wenn man so klein ist. Die Kontrolle habe ich völlig verloren, weswegen ich vor einem halben Jahr auch eine Ernährungspsychologin aufgesucht habe. Abgenommen habe ich seit daher zwar nicht wirklich, jedoch habe ich auch nicht mehr zugenommen (was schon mal mein primäres Ziel war) und vieles über mich und mein Essverhalten gelernt. 


Und wenn es einen Satz gibt, den ich nie wieder hören will, dann ist das dieser hier: "Aber du bist ja gar nicht dick." Ich weiss, dass ich nicht dick bin. Und ich weiss auch, dass es viel Schlimmeres auf der Welt gibt, als ein paar Kilos zu viel. Immerhin gibt es Menschen da draussen, die verhungern. Mein Problem ist es, dass ich keinen vernünfitgen Umgang und keine vernünftiges Mittelmass mit meiner Ernährung und meinem Sport-Verhalten finde , um gesund zu leben - und das auch noch in einer solch privilegierten Umgebung.  Und was bitteschön ändert die Aussage, dass man doch völlig ok aussieht, an der Tatsache, dass man sich völlig unwohl und nicht wie sich selbst fühlt? Bei mir gibt nämlich zwei Komponenten, die mich davon abhalten, das zu mögen, was ich im Spiegel sehe: 1. Ich bin nicht mehr so fit wie früher. Die Ausdauer hat sich unter Tränen verabschiedet. Und 2. Ich kann nicht das anziehen was ich möchte. Ich spiele also eine Art Scharade mit der Umwelt und laufe rum wie ein graues Mäuslein, wo ich doch viel lieber die bunten Glitzer-Klamotte tragen würde, die in meinem Schrank hängen, aber mir nicht mehr passen.


Ich hab es so unendlich satt, dass ich meinen Arsch nicht hochkriege. Denn wenn wir ehrlich sind, sollte das eigene Gewicht ja wohl das kleinste Übel sein und eine der Variablen, die wir sehr wohl selbst beeinflussen können (sofern nicht aus gesundheitlichen Gründen eine Einschränkung besteht, denn ich rede hier nämlich wirklich nur von faulen Menschen wie mir). Und nur um das klarzustellen: ich finde Kurven heiss und eifere auf keinen Fall einem unrealistischen Model-Ideal nach. Das ist sowieso nicht das, was mir gefällt. Ich finde es schön, wenn man einen Arsch in der Hose hat. Was mir bisher in der Hose gefehlt hat, waren die Eier, diesen Beitrag zu verfassen. Und weil sich in den letzten Jahren kaum etwas geändert hat, habe ich beschlossen mein Vorhaben mit dem Bloggen zu kombinieren, denn das ist eines der wenigen Dinge, die ich neben meiner Ausbildung konsequent durchgezogen habe. Deshalb hoffe ich, dass meine Freude am Bloggen auch dazu beiträgt, etwas Begeisterung in mein Fit-Journey mit einzubringen. Denn genau das soll diese Fit Friday Reihe werden: eine Art Begleit-Tagebuch für die Zeit der Umstellung. Ausserdem möchte ich die Posts zukünftig nutzen, um auch Tipps (die ich unter Anderem bei meiner Psychologin eingeholt habe) sowie meine Apps, Gadgets, Playlists, Übungen etc. mit euch zu teilen.


Der heutige Beitrag ist also mein persönlicher Startschuss einer Reise, auf der ich wieder zu meinem Ausgangsform zurückfindenmöchte. Dazu gehören faktisch gesehen ein Gewicht von ca. 48 kg, ein makelloser Spagat und eine einwandfreie Ausdauer. Na dann, ich geh jetzt ein bisschen Sport treiben, denn nur vom rumsitzen wird das ja sowieso nix...

SHARE:

Kommentare

  1. Toller Beitrag! Richtig mutig von dir obwohl du dich fü nichts zu schämen brauchst. Ich werde deine Reise auf jeden Fall mitverfolgen und vielleicht inspiriert es mich ja auch zu mehr Sport ;)
    Ganz liebe Grüsse
    Michelle (Stadtkinder)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh Michelle, vielen lieben Dank! :D Ich hoffe echt, dass sich bei mir was ändert! <3

      Löschen
  2. Ich finde es klasse, dass du das ganze so offen mit uns teilst. Mir geht es ähnlich wie dir, ein paar Kilos möchte ich auch gerne noch wieder loswerden. Ganz ganz viel Erfolg, Liebes! :)

    Liebe Grüße ♥
    Rica von iivory beauty

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Rica,
      1000 Dank für die aufbauenden Worte! Vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam, wäre echt toll <3

      Löschen

© Bitches Love Candy - Swiss Beauty, Fashion and Lifestyle Blog. All rights reserved.
MINIMAL BLOGGER TEMPLATES BY pipdig